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Hexenakten1

ein Blatt aus 884 erhaltenen Aktensätzen

"Einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, daß mehrere tausend Folioseiten Prozeßakten, Testamente, Speisezettel und Briefwechsel erhalten blieben.

Diese Papiere wurden zwischen 1830 und 1840 vom Landgericht Bamberg anläßlich einer Entrümpelungsaktion auf dem Schrannenplatz versteigert.

Dort erwarb sie ein Seifensieder und Spezereiwarenhändler namens Bayer, der sein Geschäft in der Dominikanergasse 7 hatte. Er legte sie auf seinen Tresen, um sie als Einwickelpapier für seine Waren zu verwenden.


Ein Kunde, der historisch interessierte Johann Adam Messerschmidt, stellte kurz darauf fest, daß seine gerade gekauften Nägel in alte Hexenprozeßakten verpackt waren. Er kehrte daraufhin zu dem Händler zurück und kaufte den gesamten noch vorhandenen Aktenstoß auf.


Seine Erben vermachten diese Akten später der Staatsbibliothek Bamberg, wo sich noch heute der ganz überwiegende Teil der Prozeßunterlagen befindet.


Besagungsliste

Dies ist eine sogenannte "Besagungsliste": Den gefolterten Opfern wurden diese Namen von den Hexenkommisaren "herausgepresst". Diese Besagungen waren der Garant für weitere Verhaftungen.


Dr. Britta GehmBearbeiten

Die Hexenverfolgungen im Hochstift Bamberg und das Eingreifen des Reichshofrates zu ihrer Beendigung, Hildesheim, Georg Olms Verlag 2000.

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