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War das der wahre Grund für die Bamberger Hexenverfolgungen?Bearbeiten

Wie bei allen Rechtsverfahren damals üblich, kamen die Delinquenten, beziehungsweise ihre Familien oder Erben für alle anfallenden Kosten auf.

Diese entstanden für Verpflegung und Kleidung des Angeklagten, sowie für die Entlohnung der vernehmenden Kommissare und der Folterknechte.

Letztlich trugen die Verbliebenen der, zum Tode verurteilten, die Unkosten für den Scheiterhaufen und das anschließende Gerichtsmahl der „Hexenkommissare“.

Umfassende Güterkonfiskationen erfolgten lediglich bei Angeklagten ohne Erbnachfolge.

Nichtsdestotrotz, wurde im Zuge der Verhaftung eines Verdächtigen ein Inventar seiner Besitztümer erstellt, um in Erfahrung zu bringen, in welchem Umfang die anstehenden Verfahrenskosten demselben in Rechnung gestellt werden konnten.

Die Einziehung des Vermögens der verhafteten Personen, stellte hierbei für das gesamte Vorgehen der Hexenverfolgung eine finanzpolitische Notwendigkeit dar, und war zunächst nicht die Ursache der Prozesse.



Im Verlauf der Verfolgungen sollte sich allerdings herausstellen, dass wohl gehäuft vermögende Bürger verhaftet wurden. .



Insgesamt schätzt man die Vermögenskonfiszierungen im Laufe der Hexenprozesswellen in Bamberg auf ca. 500.000 Gulden.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass bereits die Summe von 150 Gulden den damaligen Gegenwert eines kleinen Anwesens darstellte.

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