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Bamberg am Rande des Ruins

Das Ende der Bamberger Hexenverfolgung ersparte es der Stadt, so die Historikerin Britta Gehm in ihrem wissenschaftlichen Sachbuch, wirtschaftlich in den vollständigen Ruin zu geraten. (Die Hexenverfolgungen im Hochstift Bamberg und das Eingreifen des Reichshofrates zu ihrer Beendigung, Hildesheim, Georg Olms Verlag 2000.)

Zwischen 1626 und 1630 war fast der gesamte Stadtrat hingerichtet worden.

Die Schicht der wohlhabenden Kaufleute war ebenfalls ausgelöscht, so dass die Stadt wirtschaftlich schon vor dem Einzug der Schweden ruiniert war.
884 Einwohner des Hochstifts Bamberg lassen sich namentlich als Opfer des Hexenwahns benennen.
Zusammen mit einer Dunkelziffer dürften es weit über 1000 Opfer sein. Damit gehören die Hexenprozesse in Bamberg „zusammen mit den gleichzeitigen Hexenprozessen im benachbarten Hochstift Würzburg ... zu den umfangreichsten Hexenverfolgungen in der Geschichte überhaupt“
Neben 12 Weinhändlern, wurde auch alle Hebammen und 2 Apotheker verbrannt.

In der Folge bezeichnete der Volksmund die Stadt Bamberg noch für sehr lange Zeit als den „Schrein des Grauens“

Viele wohlhabende Bürger hatten sich zudem bei Zeiten in sichere Städte, wie z.B. das lutherische Nürnberg geflüchtet, denn dort drohte ihnen keine Auslieferung. Da man ja nicht wissen konnte, ob der nächste Bischof nicht auch wieder mit dem Hexenbrennen anfangen würde, war man noch Jahrzente lang mißtrauisch gegenüber der mächtigen Kirche.

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